🧳 Abenteuer Schweden: Wenn der Elch zur Kuh wird und Kleidung zur Nebensache
Selbst unsere Fotos haben mittlerweile Seriencharakter. Man könnte meinen, wir hätten ein Outfit-Abo abgeschlossen. Aber hey, Wiedererkennung ist auch ein Stilmittel. Grins.
Expedition Zauberwald – mit Hund und Humor
Gestern haben wir unsere sieben Sachen geschnappt – inklusive Chico und Freddy, unsere vierbeinigen Waldscouts – und sind in den Zauberwald gleich um die Ecke gefahren. Ein Naturreservat wie aus dem Märchenbuch. Sobald man den offiziellen Weg verlässt und den geheimen Pfaden der Einheimischen folgt, beginnt das Abenteuer. Orientierung? Ziel? Unbekannt. Aber der Weg? Magisch!
Zwischen Moos und Mythen fanden wir Steinpilze und Fliegenpilze in Hülle und Fülle – das nächste Abendessen gesichert. Steinpilze versteht sich. Einkaufen for free, ganz legal und mit Pilzgarantie.
🦌 Elch-Sichtung mit Hindernissen
Meine Augen scannen permanent den Horizont nach dem beim Universum bestellten Elch. Ich rufe sogar in den Wald: „Hallo Elchi, wo bist du?“ – aber der Gute bleibt schüchtern. Mein erster vermeintlicher Elch entpuppte sich als Kuh. Ich habe Tränen gelacht. Elchfail des Jahres! 😄
Zwei Stunden dauerte unser Abenteuer – jeder Schritt ein Gedicht aus Wurzeln, Felsbrocken und Waldboden. Der Herbst hat das Reservat in goldenes Licht getaucht, und außer Hannes war kein Mensch zu sehen. Pure Erholung! Die Lust auf Zimtschnecken, ein knisternder Schwedenofen und eine heiße Tasse Kaffee wurde mit jedem Schritt größer.
Chico und Freddy schnüffelten sich durch das Duftuniversum des Waldes. Chico wie immer tiefenentspannt, Freddy hingegen auf Waldgeist-Alarm. Jedes knackende Ästchen wurde als Monster identifiziert – Fluchtmodus aktiviert! Ein Schauspiel, das selbst Netflix neidisch machen würde.
Überraschung am Waldrand
Plötzlich tauchten Häuser auf – mitten im Wald! In einem Naturreservat bedeutet das: Straßennähe. Ob es die richtige Straße war? Unklar. Aber als wir bekanntes Terrain erblickten, war die Freude groß. Der Kaffeeduft lag schon in der Luft, und ein gemütlicher Nachmittag wartete auf uns.
Unsere Reise zeigt: Man braucht keine High-Fashion-Outfits, keine durchgeplanten Routen und schon gar keine Elch-Garantie, um unvergessliche Momente zu erleben. Es reicht ein bisschen Mut zum Chaos, ein paar gute Wanderschuhe, zwei neugierige Hunde und die Bereitschaft, sich auf das Unerwartete einzulassen.
Schweden hat uns bislang gelehrt, dass der schönste Luxus manchmal darin liegt, sich selbst nicht so ernst zu nehmen – und dass ein Wald voller Pilze, ein Elch mit Tarnmodus und ein heißer Kaffee nach dem Abenteuer mehr wert sind als jedes Social-Media-Filterparadies.
Also: Koffer packen, Erwartungen auspacken – und los geht’s ins nächste Kapitel. Vielleicht mit Elch. Vielleicht mit Kuh. Aber garantiert mit einem Lächeln.
Martina




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