Weiße Landschaft, weiße Schuhe & ein Ticket ins Paradies
Die Verkäuferin schaut mich an, als hätte ich gerade nach Flip-Flops für eine Expedition zum Nordpol gefragt. „Wo geht es denn schon wieder hin?“, fragt sie lachend. „Immer wenn Sie kommen, bereisen Sie woanders die Welt.“
Ich schwöre, zwischen den Lachfalten blitzte ein leicht empörtes, vielleicht sogar ein bisschen neidisches Lächeln auf. Verständlich. Wer kauft schon Sommerschuhe, während andere Schneeschaufeln kaufen.
Die Auswahl war überschaubar, was die Entscheidung angenehm einfach machte: ein Paar Schuhe, eine Entscheidung, fertig. Ganz nach Hannes’ Geschmack – mein Mann liebt solche Zielkäufe. Rein, finden, zahlen, raus. Alles im weißen Bereich. Hi, hi.
Von „aus den Rippen geschnitzt“ zu „Cashflow, Baby“
Unser erster Flug nach Dubai vor ein paar Jahren war finanziell… sagen wir mal: sportlich. Wir haben uns die Reise damals regelrecht aus den Rippen geschnitzt. Dieses Mal fühlt es sich völlig anders an.
Wir schöpfen entspannt aus einer Cashflow-Quelle, die wir uns über die letzten Jahre aufgebaut haben. Gewinne, die wir mit Freude nutzen, um Flüge und ein wundervolles Hotel zu buchen: das Oaks Ibn Battuta. Was auch immer der Name bedeuten mag – er klingt nach Abenteuer, Geschichten und einem Hauch von 1001 Nacht.
Auf dem Programm stehen Treffen mit wundervollen Menschen, ein Besuch im alten Dubai, die Wüste und all die kleinen und großen Momente, die diese Stadt so besonders machen.
Warum Dubai? Ganz sicher nicht fürs Außen
Wir fliegen nicht nach Dubai, um irgendetwas darzustellen. Es geht nicht um Prestige, nicht um „Schaut her, wo wir sind“.
Es ist ein tiefer Wunsch, diese Stadt wieder zu besuchen. Da ist etwas – ein Gefühl, eine energetische Verbindung, ein inneres Ziehen. Immer wenn ich „Dubai“ höre, meldet sich etwas in mir.
Ich habe lange überlegt, ob ich darüber überhaupt schreiben soll. Zu schnell werden Bewertungen getriggert, Schubladen geöffnet, Meinungen verteilt.
Doch die Zeit des Zurückhaltens ist vorbei. Was XY denkt oder sagt, steht in den Sternen – und dort darf es auch bleiben.
Faszination Wüste, Vision & Kunst
Mich fasziniert die Vision, die viele Menschen dort leben: Aus der Wüste ein Paradies zu erschaffen.
Ja, vieles ist künstlich. Aber ist Kunst nicht per Definition etwas, das erschaffen wird? Etwas, das anzieht, inspiriert, irritiert, bewegt?
Für mich ist Kunst Ausdruck menschlicher Kreativität – von radikaler Einfachheit bis hin zu irrwitziger Größe.
Vom Butterfleck von Joseph Beuys bis zum Burj Khalifa. Alles ist Kunst. Was der Mensch daraus macht, bleibt jedem selbst überlassen.
Ich sehe in Dubai Architektur, Mut, Offenheit für Reichtum und die Schönheit des Lebens in all seinen Facetten. Vielleicht ist es genau das, was mich ruft.
Und so packen wir unsere weißen Schuhe ein, lassen den Schnee hinter uns und folgen dem Ruf einer Stadt, die für uns mehr ist als glänzende Fassaden – sie ist ein Gefühl, ein Funke, ein Stück Inspiration, das uns immer wieder findet.
Martina

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