Die Koffer sind gepackt - Krakau, wir kommen!

 

So langsam wird es ernst: Die Koffer sind gepackt und wir stehen tatsächlich in den Startlöchern für Krakau.

Wobei das Packen unserer eigenen Koffer fast die einfachste Übung war, denn wesentlich genauer beobachtet wurde das Packen der Reisetasche von Chico und Freddy. Die beiden verbringen die Woche bei ihrer Hundenanny und natürlich kann man seine Hunde nicht einfach abgeben und davonfliegen, ohne vorher für eine angemessene Entschädigung zu sorgen.

Also habe ich schon sämtliche Brotzeitboxen gefüllt, selbstverständlich mit lauter guten Sachen, und ich kann euch sagen: Es wurde sehr genau kontrolliert, was da hineinkommt. Zwei Hundeaugenpaare verfolgen jede meiner Bewegungen und lassen keinen Zweifel daran, dass hier bitte nicht an der falschen Stelle gespart wird. Schließlich fliegen wir einfach eine Woche weg und nehmen sie nicht mit. Da halte ich ein bisschen Bestechung mit Leckereien nicht nur für erlaubt, sondern für dringend notwendig.

Noch nicht endgültig geklärt ist dagegen die Frage, welche Stofftiere mit zur Hundenanny reisen dürfen. Auch darüber muss offenbar gründlich nachgedacht werden. Man kann ja schließlich nicht irgendein Stofftier einpacken, nur weil gerade noch Platz in der Tasche ist. Ich werde mich aus diesen Verhandlungen weitgehend heraushalten und gehe davon aus, dass bis zur Abreise eine tragfähige Lösung gefunden wird.

Während bei Chico und Freddy also noch die letzten Reisevorbereitungen laufen, sind wir mit unseren Koffern schon ziemlich weit und die Vorfreude auf Krakau wächst.

Wir freuen uns sehr auf die Community und auf all die Menschen, die wir dort wiedersehen oder neu kennenlernen werden. Ich mag diese Treffen einfach, weil dort Menschen zusammenkommen, die ebenfalls neue Wege gehen, neugierig sind, über den eigenen Tellerrand schauen und offen dafür sind, Dinge auch einmal ganz anders zu betrachten. Man hört Neues, tauscht Erfahrungen aus, sitzt zusammen, redet, lacht und nimmt meistens mehr mit nach Hause, als vorher auf irgendeinem Programm gestanden hat.

Dieses Mal erwartet uns ein zweitägiges Event, dazu verschiedene Treffen und eine wunderschöne Bootsfahrt. Gleichzeitig haben wir genügend freie Zeit eingeplant, um Krakau selbst zu erkunden. Darauf freue ich mich mindestens genauso sehr, denn wenn ich schon in einer Stadt bin, möchte ich sie auch erleben und nicht nur den Weg zwischen Hotel und Veranstaltung kennen. Also werden wir uns Krakau anschauen, irgendwo einkehren, durch die Straßen laufen und einfach genießen, dass wir dort sind.

Eine Herausforderung hatten wir allerdings schon vor der Reise zu bewältigen: die Hotelsuche.

Dabei ging es weniger darum, überhaupt ein schönes Hotel zu finden. Davon gibt es in Krakau reichlich. Unser Problem hatte ziemlich genau 20 Zentimeter.

Wir wollten nämlich ein Bett mit mindestens 1,80 Meter Breite.

Nun haben wir bei unserer Suche festgestellt, dass viele Hotelbetten in Polen nur 1,60 Meter breit sind. Gelegentlich tauchten auch 1,80 Meter auf, aber deutlich seltener, als wir gedacht hatten. Und bei aller Liebe: 1,60 Meter für zwei Menschen sind uns zu wenig. Wir sind lange verheiratet und möchten, dass das auch nach Krakau noch so ist. 😂

Also haben wir weitergesucht.

Und wir hatten Glück. Wir fanden tatsächlich ein Hotel mit einem 1,80 Meter breiten Bett. Dass an diesem Bett dann ausgerechnet noch ein wunderschönes Luxushotel hing, war natürlich überhaupt nicht unsere Schuld.

Was hätten wir machen sollen?

Das Bett war schließlich 1,80 Meter breit.

Nun wissen wir allerdings auch, dass sich diese zusätzlichen 20 Zentimeter durchaus bezahlen lassen. Aber wir haben beschlossen, dass uns der nächtliche Frieden diesen Aufpreis wert ist. Bevor wir uns um drei Uhr morgens darüber streiten, wer gerade auf wessen zehn Zentimetern liegt, genießen wir lieber unser breites Bett und das Luxushotel gleich mit.

Und ich finde es wunderschön, dass wir genau das heute auch können. Dass wir sagen können: Ja, das gönnen wir uns. Wir freuen uns darauf und sind gleichzeitig sehr dankbar dafür, dass wir solche Reisen machen, besondere Orte erleben und dabei Menschen treffen können, mit denen uns so vieles verbindet.

Jetzt dauert es nicht mehr lange, bis es losgeht. Bei Chico und Freddy müssen nur noch die Stofftierverhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden, dann können auch sie mit gut gefüllten Brotzeitboxen zur Hundenanny aufbrechen und wir können einigermaßen guten Gewissens in den Flieger steigen.

Ich vermute allerdings, dass die beiden ihre Woche ohne uns hervorragend überstehen werden. Wahrscheinlich sogar so hervorragend, dass wir uns bei unserer Rückkehr erst einmal wieder interessant machen müssen.

Und wir?

Wir freuen uns jetzt einfach auf diese Tage, auf Krakau, auf die Menschen, auf alles, was wir dort erleben werden, und natürlich auf unser hart erkämpftes 1,80-Meter-Bett.

Krakau, wir kommen!

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