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Es werden Posts vom November, 2025 angezeigt.
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  Hejdå Schweden – ein Abschied mit Herz und Augenzwinkern Huch – kaum zu glauben, die drei Monate in Schwedens Wunderlandschaften sind schon vorbei. Eine Zeit voller Magie, Natur und kleiner Abenteuer, auch wenn Elchi sich partout nicht blicken ließ. Ich bin sicher, er sitzt hinter einem Strauch, streckt mir die Zunge raus und grinst sich ins Fäustchen. Der Schlawiner – wenn ich ihn erwische! Die Nordlichter haben sich zwar unter der Wolkendecke versteckt, doch die Energie war trotzdem unvergleichlich. Wir haben buchstäblich alle Wetterlagen durchlebt: barfuß auf der Holzterrasse im Sonnenschein mit Blick auf den Nordseearm – und wenige Tage später Sturm, Wellengang und Regen, der uns fast davongetragen hätte. Die Natur war ein Fest für die Sinne. Dompfaff-Familien, Spechte und Rehe gaben sich die Ehre direkt vor unseren Fenstern. Chico und Freddy hatten alle Pfoten voll zu tun, Ordnung im Garten zu schaffen – ein kleiner Wald mit Felsen, der für die beiden zum Abenteuerpark wurde...
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  Der Winter zieht ein – und kleidet Schweden in kristallines Gewand.   Wie eine Märchenlandschaft liegt alles vor uns, verzaubert und still, und doch voller Leben. Die Vogelwelt ist erstaunlich lebhaft: Dompfaff-Pärchen mit roten Brustkleidern, Rotkehlchen mit ihrem kecken Gesang – und ein Specht, der offenbar beschlossen hat, seine Ehekrise am Stamm der alten Eiche vor unserem Fenster auszutragen. Er hämmert so leidenschaftlich, dass man fast meint, er wolle die ganze Nachbarschaft wachrütteln. Was auch immer ihn treibt – für uns ist es ein herzlicher, fast belustigender Anblick. Drinnen haben Freddy und Chico längst ihre Winterplätze gefunden: Freddy thront wie ein König auf der Bank am Fenster, eingekuschelt ins Fell, während Chico die Wärme des Ofens für sich beansprucht – pure Entspannung, ohne den leisesten Gedanken an Aktivität. Am Meer zeigt sich der Winter von seiner wilden Seite.   Die Felsen und Schären sind von Eis umhüllt, die Holzstege glitzern wie mit Zuck...
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  🥔 Kötbullar, Kartoffelkrisen und die schwedische Schäler-Verschwörung Was habe ich mir da bloß hingeplappert, als ich in unserem charmanten Inga-Lindström-Häuschen zum ersten Mal Kartoffeln schälte. Der Schäler? Ein Witz. Der hätte höchstens warme Butter geschafft – aber keine Erdäpfel. Ich habe mir mein Essen regelrecht erarbeitet. Die runden, gelben Dinger sahen aus wie frisch aus einer Kartoffel-Therapiegruppe: verrupft, malträtiert, emotional angeschlagen. Mit Schweiß und Hingabe gab’s später Kötbullar – die mussten in Schweden einfach auf den Teller. Chico und Freddy hatte ich feierlich in die Pfoten versprochen, dass sie jeder eine Kugel naschen dürfen. Neugierig und leicht erschrocken saßen sie in der Küche, lauschten meinem Gemäcker und schauten sich ratlos an: „Frauchen kocht heute wohl was sehr Spezielles – mit viel Kraftaufwand und Drama.“ Am Tisch musste ich über mich selbst schmunzeln. Wir beschlossen: Beim nächsten Einkauf wird ein neuer Schäler erbeutet. Der Inves...
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  🌬️ Wenn der Wind die Gedanken aufwirbelt – Schwedenreise als innerer Kompass Wenn der Wind die alten Gedankengebilde aufmischt, dann kommt frischer Wind ins Oberstübchen – und es wird spannend. Genau das habe ich mir für meine Auszeit in Schweden gewünscht: Klarheit, Weite, ein neues inneres Sortieren. Zwischen Felsen, Schären und dem stillen Atem der Natur durfte ich innehalten. Ich habe hinterfragt, was noch zu mir passt – und was in Dankbarkeit, aber konsequent, gehen darf. Es war kein sanftes Streicheln, sondern ein ehrlicher Prüfstand. Und ich bin noch mittendrin. 🌀 Werte im Wandel – Fragen, die bleiben Wie gestalte ich Beziehung – nicht nur romantisch, sondern in all meinen Rollen: Als Frau, Partnerin, Mutter, Großmutter, Freundin, Therapeutin? Was bedeutet für mich innerer wie äußerer Reichtum? Was ist mein Fokus, mein sinnstiftender Kompass? Es wirkt wie ein Dominoeffekt. Eine Frage führt zur nächsten. Tiefer. Wahrhaftiger. Herausfordernd. Unabhängig. Ich habe gelernt: ...
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  🐾 Wanderungen auf den Schären – aus zwei Blickwinkeln Zwischen Samhain, Seelenwetter und Segelschiffen Hier in Schweden, weit entfernt von Halloween-Hysterie und blinkenden Plastikspinnen, war die Dunkelheit spürbar – jene stille, ehrliche Dunkelheit, die dem Licht in Samhain begegnet. Kein Gruselkabinett im Vorgarten, sondern das leise Flüstern der inneren Schatten. Abgelegen in unserem „Art-Inga-Lindström“-Häuschen, scheint alles friedlich. „Zwischen Schären und Fjordlandschaft, wo das Meer sich wie ein Atemzug ins Land zurückzieht, wanderten wir durch die Stille. Es war, als würde die Erde selbst eine Pause machen, um zuzuhören.“ Die Stille lädt zur Innenschau ein – manchmal auch zur Begegnung mit dem eigenen kleinen Gruselkabinett. Denn seien wir ehrlich: Die wirklich unheimlichen Gestalten wohnen nicht unter dem Bett, sondern manchmal im eigenen Gedankenhaus. Ich hatte da etwas im Gepäck. Nicht sichtbar, aber schwer. Es bestätigt sich immer wieder: Du kannst nichts zur...