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Es werden Posts vom Oktober, 2025 angezeigt.
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  „Wenn Elchi nicht kommt, schicken wir Orbs – Herbstzauber in Südschweden“ Die Zeit in Schweden hat plötzlich den Turbo eingelegt. Zack – schon sind wir an der Halbzeit vorbei gerauscht, und in vier Wochen heißt es wieder: Koffer-Tetris. Aber bis dahin genießen wir jeden Moment in diesem Fischerörtchen mit Charme und salziger Seele. Wir entdecken Perlen, die sich bisher gut getarnt hatten – wie den Skulpturenweg direkt am Meer. Mein künstlerisches Herz macht Luftsprünge! Es ruft laut nach Leinwand, Farben und einem Atelier mit Seele. Vor Jahren musste ich mein Atelier schließen – ein Ort voller Begegnungen, Kreativität und Kaffeeduft. Und jetzt? Jetzt klopft der Wunsch wieder an. Bilder entstehen im Kopf, tanzen durch meine Gedanken und wollen raus. Ich glaube, ich muss mal ein ernstes Wörtchen mit dem Universum reden. Die göttliche Ordnung hat wohl gerade Lieferschwierigkeiten. Grins. Herbstzauber und tanzende Elfen Das Wetter? Kühl-nass mit einer Prise Elfenstaub. Die Blätter se...
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  🧳 Abenteuer Schweden: Wenn der Elch zur Kuh wird und Kleidung zur Nebensache Oh Schweden, du wunderschönes Land der Elche, Wälder und... überflüssiger Kleidung! Wir haben mal wieder viel zu viel eingepackt – Outfits für jede Lebenslage, die dann doch nur im Koffer ihre Auszeiterfahrung machen. Stattdessen tragen wir täglich unsere rustikalen Lieblingshosen, zwiebellockige Oberteile (ja, das ist jetzt ein Stil!) und festes Schuhwerk, das selbst einen Waldgeist beeindrucken würde. Stylings? Fehlanzeige. Hier an der Westküste Südschwedens herrscht modische Entspannung pur. Wenn Hannes und ich uns morgens in der Küche begegnen, grinsen wir uns an: „Du auch wieder das Gleiche?“ – ein Running Gag in Fleece und Funktionshose. Selbst unsere Fotos haben mittlerweile Seriencharakter. Man könnte meinen, wir hätten ein Outfit-Abo abgeschlossen. Aber hey, Wiedererkennung ist auch ein Stilmittel. Grins. Expedition Zauberwald – mit Hund und Humor Gestern haben wir unsere sieben Sachen geschnap...
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  Zwischen Schären und Seelenwellen: Eine Reise zu mir selbst Heute war ein Tag, der unter die Haut ging. „Transformierend“ sagt man schnell – doch was sich dahinter verbirgt, sind emotionale Wellen, die wie ein Tsunami über einen hinwegrollen. In dieser Auszeit, fernab von Trubel, Tourismus und Ablenkung, trete ich in einen stillen Dialog mit der dunklen Seite meiner Seele. Sie bringt ans Licht, was lange im Verborgenen lag. Nach sechs Wochen mentaler Stille bleibt nur das pure Fühlen – roh, ehrlich, ungeschönt. Der Ort, den ich mir ausgesucht habe – oder der mich vielleicht ausgesucht hat – wurde zum Spiegel meiner inneren Prozesse. Ich kam hierher mit dem Wunsch, alte Beziehungswunden zu heilen. Besonders eine, die mir vor fünf Monaten zugemutet wurde: ein tiefer Vertrauensbruch durch Menschen, die mir einst nahestanden. Ich dachte, ich könnte dieses Thema zu Hause lassen. Doch es reiste mit – ungefragt, aber weise. Denn was wir verdrängen, holt uns früher oder später ein. Egal,...
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  🐾 Robben, Hasen und die Uhr, die nicht tickt – Mein Rendezvous mit der Stille Dieses Jahr war ein wilder Ritt – ein bisschen wie Achterbahnfahren mit verbundenen Augen. Große und kleine Herausforderungen hüpften mir entgegen wie hyperaktive Eichhörnchen. Menschen zeigten plötzlich Seiten, die eher in die Kategorie „Ups, das hätte ich lieber nicht gesehen“ fallen. Es gab Abbrüche, Zerbrüche, Durchbrüche und Aufbrüche – kurz: ein emotionales Fitnessprogramm deluxe. Und dann kam der Moment, in dem meine innere Stimme (die klingt übrigens wie eine Mischung aus Yoga und meiner Oma) flüsterte: „Kind, es ist Zeit. Raus da. Atme.“ Also habe ich mein Umfeld für ein paar Monate auf Pause gestellt – nicht aus Schwäche, sondern aus purer Weisheit. Denn wer im Rhythmus der Seele tanzen will, braucht manchmal einfach Stille statt Rambazamba. Gepackt habe ich bewusst leicht – keine Uhr, kein Zeitdruck, kein „Du musst noch…“. Unser Ferienhaus? Ein Tempel der Zeitlosigkeit. Keine tickenden Mons...
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  Herbstliche Stille und starke Frauen – Bovallstrand im Wandel der Jahreszeiten Seit einiger Zeit frage ich mich, wie die Frauen in Bovallstrand, diesem malerischen Fischerdorf an der schwedischen Westküste, die dunkle Jahreszeit verbringen. Keine Cafés, die zum Verweilen einladen, kaum geöffnete Boutiquen oder Restaurants – das Dorf scheint in einen Winterschlaf zu fallen. Und doch: Es lebt. Nur anders. Seit meiner Ankunft habe ich keine einzige Frau in einem Kleid gesehen. Stattdessen dominieren praktische Kleidung, robuste Schuhe und wetterfeste Arbeitskombis – die berühmte arbetskomvisan . Es ist ein Look, der zur rauen Küstenlandschaft, zum Wind, zur Arbeit draußen passt. Und irgendwie auch zur Haltung: bodenständig, naturverbunden, stark. Ich machte mich auf den Weg, um mehr zu erfahren. Denn als leidenschaftliche Kaffeetante und Dekoverliebte fehlte mir zunächst das Gewohnte – das Bummeln, das Plaudern bei Cappuccino, das Stöbern nach Schönem. Doch was ich fand, war eine an...
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  🌕 Vollmondzauber in Bovallstrand – Wenn der Himmel Geschichten flüstert Letzte Nacht war magisch. Der Vollmond warf sein kristallklares Licht wie ein Zauber über unser Ferienhaus – als hätte jemand einen riesigen Scheinwerfer auf die schwedische Wildnis gerichtet. Die roten Holzwände glühten wie ein Leuchtfeuer der Geborgenheit, und unsere Gartenstühle? Die standen da wie kleine Waldwesen, versammelt zum nächtlichen Plausch. Ich schwöre, einer von ihnen hat mir zugezwinkert. Kurz zuvor hatte ich die Biografie von J.K. Rowling gesehen – und plötzlich fühlte es sich an, als würde Harry Potter gleich um die Ecke biegen, mit Hedwig auf der Schulter und einem Butterbier in der Hand. Zwischen einem Hauch von Gänsehaut und einem zufriedenen Lächeln stand ich am Fenster und ließ meine Gedanken mit dem Mond spazieren gehen. Als sich dann Wolken wie Vorhänge vor das Himmelsbühnenstück schoben, kroch ich zurück ins Bett – beseelt und ein bisschen verzaubert. Heute, am Tag des Vollmonds, wa...
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  🪑 Stühlerücken und feuriger Schwedenofen 🔥 Schon am frühen Morgen, als die Sonne sich hinter mächtigen Wolkengiganten versteckte und die Dämmerung nur zaghaft anklopfte, begann das Schauspiel: Der Wind heulte wie sirenenhafte Geister um das Haus – ein Soundtrack direkt aus einem Edgar-Wallace-Film, nur mit mehr skandinavischem Drama. Freddy zog sich panisch die Bettdecke über den Kopf, während Chico, ganz der coole Hund, sich als „Coolio Iglesias“ inszenierte und stoisch in die Windrichtung blickte. Die Entscheidung fiel früh und einstimmig: Das Haus wird heute nur im absoluten Zimtschnecken-Notfall verlassen. Der Wind, ein wilder Geselle vom Atlantik, hatte sich mit einem Tiefdruckgebiet aus Island verbündet und brachte Regen mit, der klatschte wie Applaus auf unsere Fensterscheiben. Auf der Holzterrasse tobte ein Möbelballett: Stühle und Tische rückten sich selbst zurecht, tanzten im Rhythmus des Sturms, als hätten sie ein Abo fürs Freilufttheater. Die Baumkronen verneigten s...
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 🌿 Stillezeit in Bovallstrand – Gedanken zwischen Granit und Morgentau Die Stille am Morgen ist goldwert. Nicht im Sinne von „kostbar“, sondern wirklich: wertvoll wie Gold , das man in sich trägt. Wenn mich etwas beschäftigt, gehe ich in die Stille. Einfach so. Ohne Erwartungen. Kopf aus. Herz an. Manchmal gelingt es mir – nicht immer, denn der „Quatschi“ da oben weiß ja immer was zu sagen. Aber ich übe. Und manchmal ist er einfach still. Dann wird’s magisch. Es heißt: „Grab dir keine Grube durch Grübeln.“ Wie wahr. Eine weiße Sichtweise, klar wie das Licht über den Schären. Ich liebe es hier in Schweden. Die Natur, das Meer, die Stille. Wenn man Stille hören kann, dann kommt man zu sich. Nicht laut, nicht dramatisch – sondern leise, wie ein Schmetterlingsflügel, der sich im Wind wiegt. In solchen Momenten fällt mir ein Buch ein: „Hundert Schmetterlinge schenk ich dir“ von Friedrich Hechelmann, dem wundervollen Maler aus Isny im Allgäu. Darin steht ein Vers, der mich jedes Mal...